GRZ und so’n Zeuch

Wie bereits berichtet, haben wir ein Grundstück in die engere Wahl einbezogen. Jetzt geht's in die Entscheidungsfindungsphase und da betrete ich auch bei der Begrifflichkeit wieder mal Neuland.

Kerndaten des Grundstücks:

  • Eckgrundstück (drei Seiten frei) mit 901m²
  • ca. 20mx45m
  • B-Plan mit GRZ 0.2
  • Baufeld ca. 14mx20m
  • erschlossen und leer, kurzfristig bebaubar
  • sehr guter S-Bahnanschluss, Supermarkt in der Nähe, Straßen asphaltiert (alles keine Selbstverständlichkeit hier!)

Auf den ersten und sogar den zweiten Blick also wirklich nicht schlecht. Aber jetzt beginnt die Rechnerei:

Meinem Verständnis nach muss sich jedwede Bebauung innerhalb des Baufelds abspielen. Dazu kommt, dass bei einer GRZ (Grundflächenzahl) von 0.2 max. 20% der Grundstücksfläche überbaut werden dürfen, das sind in diesem Fall also 180m². Klingt auch nicht wenig auf den ersten Blick, aber bei einem Bungalow mit geschätzten 12mx14m sind wir schon bei 168m², 13mx14m würden meiner Interpretation zufolge schon nicht mehr durchgehen.
Dazu kommen natürlich noch andere überbaute Flächen wie ein Carport oder ein Geräteschuppen. Diese zählen nach §14 BauNVO zu den Nebengebäuden und dabei darf die überbaubare Fläche um 50 von 100 überschritten werden. Bedeutet das bei mir dann zusätzliche 90m² für Nebengebäude?

Und warum zählt das überhaupt als überbaute Fläche, wenn der B-Plan sowieso vorschreibt, dass alle befestigten Zusatzflächen wie Zufahrten etc. in wasser- und luftdurchlässiger Weise ausgelegt werden müssen?

Nochmal: Nicht zu vergessen, dass sich die ganze Zahlenspielerei im o.g. Baufeld abspielen muss, die andere Hälfte des Grundstücks bleibt faktisch leer - wobei ich auch nicht vor hatte, das zu betonieren.

Aber wie man sieht, sind da wohl doch noch ein paar Fragen an die sehr nette Dame vom Bauamt fällig. Ich bin halt nur etwas überrascht, wie genau ich jetzt schon wissen muss, was ich realisieren will. Ohne B-Plan würde man die gleiche Arbeit aber vermutlich nur nach hinten schieben und im ungünstigen Fall negativ überrascht werden.

3 Kommentare:

Rainer hat gesagt…

Wir hatten nur die obligatorische GFZ-Vorgabe: Ansonsten konnten wir machen, was wir wollten.

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Und warum zählt das überhaupt als überbaute Fläche, wenn der B-Plan sowieso vorschreibt, dass alle befestigten Zusatzflächen wie Zufahrten etc. in wasser- und luftdurchlässiger Weise ausgelegt werden müssen?
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Weil du vermutlich nicht vorhast, Carport und Gartenhaus wasserdurchlässig zu bauen ;-)?


Grüße
Rainer

Mario Ruprecht hat gesagt…

Ich hatte fast darauf gewartet - aber was ist mit den Zufahrten? ;-)
Also insgesamt ist bei meiner Rechnung GRZ 0.2 schon ganz schön knapp. Sicherlich machbar, aber trotzdem irgendwie doof.

Weißt Du ob meine 90m² richtig interpretiert sind?

lara hat gesagt…

1000 dank, genau sowas habe ich gesucht!

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