Durchschnittliche EFH-Baukosten in Deutschland

Baukosten_in_DeutschlandIch habe neulich eine relativ interessante Grafik zum Thema Baukosten für Einfamilienhäuser in Deutschland gefunden. Der Wert ist EUR je Quadratmeter Wohnfläche angegeben und bezieht zugehörige Grundstückskosten nicht mit ein. (Quelle)

Man kann deutlich erkennen, dass es ein schönes Nord/Süd-Gefälle gibt und dass es zum Beispiel bei den Baukosten in Berlin und Brandenburg kaum Unterschiede gibt. Die absoluten Kosten für Immobilien sind allerdings deutlich unterschiedlich, denn die Grundstückspreise in Berlin liegen schnell beim Mehrfachen unseres Bodenrichtwertes hier am östlichen Rande von Berlin (ca. 65 EUR/m²).

In der Quelle kann man auch lesen, dass sich die durchschnittliche Wohngröße pro Haus auch erheblich unterscheidet:

Noch größer sind die Baukosten-Unterschiede in den Ländern, so LBS Research, wenn man auf den Gesamtaufwand für ein Eigenheim schaut. Denn Bayern ist nicht nur Spitzenreiter bei den Quadratmeterkosten, sondern liegt auch bei der genehmigten Wohnfläche im Einfamilienhaus mit 155 Quadratmetern im bundesweiten Vergleich fast vorn (nur hinter dem Saarland mit 157 Quadratmetern). Deshalb belaufen sich im südlichen Freistaat die Baukosten im Schnitt auf 246.000 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie im Nordosten der Bundesrepublik, in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Eigenheime mit 114 Quadratmetern im Ländervergleich am flächensparendsten geplant werden und deshalb im Schnitt nur 124.000 Euro kosten. Immerhin in 11 von 16 Bundesländern liegen nach Auskunft der LBS-Experten die Kosten für Einfamilienhäuser unter 180.000 Euro, darunter auch in Hamburg und Nordrhein-Westfalen.

Leider werden keine Angaben darüber gemacht, was in diesem Preis alles inkludiert ist. Wenn wir nämlich den Quadratmeter-Preis von Brandenburg mal mit den durchschnittlichen 120 Quadratmetern multiplizieren, kommt man auf eine Summe, die man so nur in einschlägigen Zeitungsannoncen findet. Wenn man aber dann ins Detail geht, sieht man, was alles noch fehlt (Baunebenkosten sind in der Zahl jedenfalls nicht drin).

Meine Meinung: Man kann diese Zahlen als eine allererste Daumenschätzung herannehmen, wenn man über ein Haus nachdenkt. Das ist aber auch alles. In der Regel wird man sich eben nicht mit der Mindestausstattung zufrieden geben (können) und diese notwendigen Mehrpreise (ob gerechtfertigt oder nicht) werden schnell unterschlagen.

Und seid euch sicher: Man wird etwas vergessen, selbst bei der besten Finanzplanung im Vorfeld wird das passieren. Zumindest beim ersten Haus Zwinkerndes Smiley

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