Energiekosten-Gemecker …

Tja, wie kann ich denn jetzt schon über Energiekosten schrei(b)en, wenn wir noch gar nicht in unserem Häuschen wohnen?

Ganz einfach: Schon jetzt nutzen wir (bzw. die Bauarbeiter) während der Bauphase Strom und Wasser.

Fangen wir mal mit Letzterem an: Ich habe mir ein Standrohr vom örtlichen Wasserverband geliehen, das an einen Hydranten angeschlossen wird. Man zahlt dafür eine tägliche Miete (irgendwas über einen Euro pro Tag) sowie verbrauchsabhängig das entnommene Wasser (das Rohr bringt einen eigenen Zähler mit). Beim Anmieten muss man zudem noch eine Kaution von sage und schreibe 400 EUR hinterlegen, die dann mit Verbrauchskosten/Miete bei Abgabe verrechnet wird. Den Restwert gibt’s natürlich nur als Verrechnungsscheck, da fragt man sich, warum ich die Kaution selbst nur als Barzahlung hinterlegen darf.

Unser Grundversorger für Strom ist E.ON edis und eben jene haben uns nun auch ein nettes Brieflein geschickt: Durch den Baustromanschluss beziehen wir ja (notwendigen) Strom und als Grundversorger beliefert E.ON uns ganz automatisch mit einer Art Basistarif. Für diesen hat man uns nun unsere Vertragsdaten geschickt und gleich mal die monatliche Abschlagszahlung genannt. Sportliche 128 EUR im Monat wollen die E.ON-Jungs von uns bis auf weiteres haben. Das ist doch eine Ansage, hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Dabei sollte man nicht vergessen, dass wir ja auch noch ziemlich genau 400 EUR für den Baustromanschluss zahlen mussten. Tja, quo vadis? Jetzt schon den Stromanbieter wechseln? Ich tue mich schwer, denn ich kann unseren erwarteten kWh-Verbrauch nicht einschätzen. Oder vielleicht erstmal die Höhe der Abschlagszahlungen herunterhandeln, die ja anscheinend mit dem feuchten Finger im Wind ermittelt wird? Ideen und Vorschläge sind gerne gesehen …

Gas haben wir natürlich auch beantragt, hier ist die Verkaufsstrategie der EWE-Mitarbeiterin zu erwähnen, der ich meinen Anschlussantrag aushändigte. Dort muss man sich nämlich gleich für einen Gas-Tarif entscheiden und sie reißt mir förmlich den Stift aus der Hand und macht ein Kreuzchen bei “Also den hier würde ich Ihnen empfehlen!”. Dumm nur, dass ich in dem Fall genau den (gesetzlich vorgeschriebenen) Basistarif wollte und auch wusste, dass der bekreuzte es nicht ist. Vier Wochen Kündigungsfrist ggü. 12 Monaten kann schon einen Unterschied ausmachen Zwinkerndes Smiley

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Der Wasserverband will die Gebühren für Schmutzwasser senken, von 3,35 EUR auf 3,12 EUR je Kubikmeter. Seufz.

7 Kommentare:

Rainer hat gesagt…

Moin,

Anrufen und über die Monatspauschale reden. Erscheint mir unrealistisch hoch. Versorger würde ich erst wechseln, wenn du den vor Ort nicht mehr brauchst (Zähleranschluss etc.)

ciao
Rainer

Mario Ruprecht hat gesagt…

Das war auch im Wesentlichen mein Plan. Dumm nur, dass nach 14 Uhr freitags der E.ON edis-Vertrieb nicht mehr erreichbar ist ;-)

Werde am Montag mal mein Glück versuchen ...

Jens hat gesagt…

Na die werden pauschal mit 4000 - 5000 KWh rechnen. Da kommt bei deren Basistarif dann so eine Summe raus.
Ich habe hier z.B. so ca. 5000 KWh im Jahr...

Mario Ruprecht hat gesagt…

5000, na das ist doch mal eine Ansage. Habe immer Probleme, sowas zu schätzen. Nichtsdestotrotz habe ich da gestern mal angerufen und wir haben uns mal auf ein 90 EUR-Abschlagszahlung geeinigt. Mal sehen, wie's dann wirklich wird ...

Jens Knoblich hat gesagt…

Wir sind nicht so sparsam, gerade was die Rechentechnik so angeht. Da sind ja einige Geräte, die ständig laufen(Router, Netzwerk-HD, Switch...). Nicht zu vergessen die Pumpen für Wasser und Heizung und das Licht, wo ich ständig hinterher bin und das ausknipse. :-/
Im Sommer kommen andere Verbraucher hinzu, wie z.B. Poolpumpe.

In der Bauphase sind es ja nur die Baumaschienen, wobei da so Steinsägen und so auch ganz gut Strom ziehen.

Die Strompreisvergleicher im Netz kalkulieren eine Familie mit drei Personen mit 4000 KWh, dazu muss man etwas mehr fürs Haus aufschlagen, weil man halt Sachen betreibt, die in der Mietwohnung nicht anfallen.

Günstiger wird es dann beim Müll.
Die Kosten konnte ich nämlich in der Mietwohnung kaum beeinflussen. Da waren die Mülltonnen immer voll und die Abrechnung entsprechend hoch. Heute stelle ich die Tonne nur ein paar mal im Jahr raus. Weil man halt selbst bestimmen kann, was in der Tonne landet.

Mario Ruprecht hat gesagt…

Also momentan in der Mietwohnung haben wir ziemlich genau 3000kWh im Jahr, ich denke, das wird deutlich mehr werden ...
Die Bauphase wird hier auch nochmal richtig hinlangen, halte ich doch das Haus momentan mit Elektroheizungen auf Plusgraden, aber reden wir nicht drüber ;-)

Zum Thema Müll: Was machst Du denn mit dem Müll, der eigentlich anfällt?

Jens Knoblich hat gesagt…

Wenn du ordentlich trennst, bleibt kaum was für die schwarze Tonne übrig. Im Haus hat man ja auch Platz die gelben Säcke zu lagern.
Papiertonne ist dagegen fast immer übervoll.

Ich kenn einen, der es schafft, einmal im Jahr die schwarze Tonne halbvoll rauszustellen. :-)

Wenn du es dann noch schaffst, nur leichtes Material in die Resttonne zu deponieren, dann zahlst du fast gar nichts, da nach Kg abgerechnet wird.

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