Ausführungsplanung. Urgs.

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VorabzugAm Freitag gab es neben dem fertigen Bauantrag (übrigens mal sehen, wann die ersten Infos vom Amt kommen) auch einen Vorabzug der Werk- bzw. Ausführungsplanung zu unserer Ansicht und Bewertung. Dort liefern in der Regel diverse Zeichnungen und Pläne im Maßstab 1:50 und weitere Details bis hin zum Maßstab 1:25 oder noch größer Informationen, was wie und wo verbaut werden soll. Diese Planung ist dann die Vorgabe für die Handwerker, demzufolge sollten sich hier natürlich keine Fehler einschleichen.

Wir haben gestern abend nach langer Diskussion am Sonntag unser erstes Feedback an THB geliefert, fachliche Anmerkungen unseres SV Herrn Kleyer gab es separat. Offensichtlich gibt es noch unterschiedliche Meinungen, wie gewisse bauliche Details umzusetzen sind, ich hoffe aber, dass die Profis das einvernehmlich unter sich klären können – das spielt sich nämlich auf einer Ebene ab, die ich technisch leider nicht selbst bewerten kann.

Ich kann bei der Planung nur jedem empfehlen, die wichtigsten Möbel mal maßstabsgerecht auszuschneiden und diese spielerisch im Grundriss anzuordnen. Das haben wir zwar vor Wochen schon mal gemacht, aber dieses Wochenende wurden noch mehr Varianten durchgespielt. Ergebnis: Eine Tür soll verkleinert werden (ja, sowas gibt es auch!) und das Schlafzimmerfenster sowie die Terrassentür müssen verschoben werden.

Etwas Ernüchterung hat sich bei mir breit gemacht, also ich beim Bewerten der Werkplanung schon in der ersten Runde drei Dinge ausgemacht habe, die mir bei der Planung und den langen Vertragsverhandlungen doch unter den Tisch gefallen sind. Da kann man noch so lange an etwas sitzen, Fehler schleichen sich trotzdem ein – und es wird sicher nicht der letzte sein. Der erste Punkt ist eine etwas ungenaue Formulierung/Bezeichnung oben genannter Terrassentür – hier können Kleinigkeiten entscheidend sein: Schiebetür ist eben doch nicht gleich Schiebetür. Das zweite Thema ist Vergesslichkeit: Wir wollen Fliesen im HAR/HWR, nur steht das nirgendwo. Nun ja, dafür wird es aller Vorrausicht keinen Fliesenspiegel in der Küche geben, so dass man hier wohl etwas verrechnen kann. Schauen wir mal.

Und dann war da noch das Abwasser – die Leitungen auf dem Grundstück habe ich bisher irgendwie ignoriert. Mal sehen, wie sich das am Ende lösen wird. Ich warte erstmal auf Antwort von THB und hoffe, dass das Wetter ab Oktober so gut ist wie heute vormittag …


Mal was technisch-administratives!

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Dropbox-OrdnerIch bin ein ziemlicher Computer- und Technikfreak und betreibe für dieses Hobby ja noch ein anderes Blog. Die meisten Besucher auf dieser Seite sind aber sicherlich (angehende) Bauherren und –damen und diese müssen ja zwangsläufig nicht gleich so technikversessen sein wie ich.

Trotzdem möchte ich heute mal ganz kurz ein sehr nützliches Programm vorstellen, das einem Bauherren mit mehreren PCs und Computern unter Umständen die Arbeit erleichtern kann. Als ich das Projekt “Bauen” gestartet habe, war eins im Vorfeld klar: Informationen sind das A und O. Und der Zugriff darauf sollte, wenn möglich, jederzeit sichergestellt sein.

Für mich bedeutet das, dass ich die Planung (zum Beispiel Finanzplanung) aber auch jeglichen Schriftverkehr und auch alle (eingescannten) Unterlagen in einer Verzeichnisstruktur auf meinem heimischen Rechner ablege. Damit hat man eine zusätzliche Ablage neben den ganzen Ordnern, die sich praktischerwiese auch sehr gut im Volltext durchsuchen lässt. Das ist ein guter Start, aber was mache ich zum Beispiel an dem Drittel (?) des Tages, das ich im Büro verbringe und auch an einem anderen Rechner sitze? Oder vielleicht abends am Laptop der Frau (der Trend geht übrigens zum Drittrechner!)?

Die Lösung!

Hier kommt bei mir eine kostenlose Software namens Dropbox zum Einsatz: Dropbox gibt jedem Nutzer 2GB Online-Speicherplatz, auf den man jederzeit zugreifen kann. Wem das nicht reicht, der kann sich über Einladungen bis zu 10GB beschaffen oder alternativ auf ein kostenpflichtiges Modell mit 50 und mehr Gigabyte umsteigen.

Im Nachbarblog habe ich mal in Kurzform beschrieben, was Dropbox macht. Im Grunde genommen wird ein Ordner “My Dropbox” auf jedem Rechner angelegt, auf dem man Dropbox installiert und sich mit den gleichen Daten anmeldet. Alles was man in diesen Ordner speichert, wird a) automatisch ins Internet auf einen sicheren und passwortgeschützten Speicherplatz hochgeladen und b) steht nach kurzer Zeit auf allen eigenen Rechnern mit Dropbox-Konto zur Verfügung (Internet muss natürlich vorhanden sein!). Ändert man ein Dokument auf Computer X, dann ändert es sich auch auf Computer Y. Man muss nie befürchten, dass man zwei inkonsistente Versionen hat und man muss sich nicht selbst & ständig fragen, welche Version denn jetzt die letzte war, die man auf seinen USB-Stick kopieren muss, um sie dann nach Hause zu schleppen.

Dropbox erlaubt den Zugriff auf die hinterlegten Dateien auch über ein Webinterface, so kann man von jedem Computer mit Internetanschluss darauf zugreifen – vorausgesetzt, man hat sein Passwort im Kopf. Das liest sich sicherlich schwieriger als es ist, einmal installiert, erklärt sich das Prinzip von ganz allein. Und man kann das sogar auf die Spitze treiben: Es gibt Apps für iPhone und Android und eine mobile Webseite, so dass man mit einem Smartphone auch jederzeit an seine Dateien herankommt. Eine weitere nette Funktion ist das Freigeben von einzelnen Verzeichnissen, so kann man andere Dropbox-Nutzer faktisch einladen und beide (oder noch mehr Leute) haben dann Zugriff auf einen Ordner und dessen Inhalt. Wenn einer etwas hineinkopiert, erscheint es bei allen. Wenn einer etwas löscht, verschwindet es bei allen. Jedenfalls ist so ein relativ problemloser Dateiaustausch auch in Gruppen (z.B. zwischen Architekt & Bauherr) möglich, zum Beispiel ein gemeinsames Dokumentenarchiv.

Die Software gibt’s auch für den Mac und auch hier funktioniert das Zusammenspiel mit dem PC problemlos.

Bedenken?

Nun ja, es gibt immer Leute, die Bedenken äußern und Internet-Diensten kritisch gegenüber stehen. Für diese ist das vielleicht nichts, denn letztendlich übergibt man seine Dateien in die Obhut einer fremden Instanz und Dropbox ist keine deutsche Firma. Das muss jeder selbst mit sich ausmachen. Was auch den Einstieg erschweren könnte: Die Software ist bisher leider komplett in Englisch gehalten. Ein paar Brocken sollte man schon verstehen, um die Installation hinzubekommen.

Mit Email verfahre ich übrigens ähnlich. Ich habe einen Google Mail-Account, den gibt es kostenlos und er bietet momentan über 7GB (Tendenz wachsend!!!) kostenloses Postfach mit unbegrenzter Speicherzeit an. Man kann ihn per Web bedienen oder auch in gängige Emailprogramme wie Outlook oder Thunderbird einbinden. Er dient mir fast nur als Speicherplatz und nicht als reguläres Email-Konto und hier kopiere ich alle relevanten gesendeten und empfangenen Bau-Emails hin und habe somit auch jederzeit Zugriff auf die gesamte Korrespondenz – ich benötige nur Internet. Aber das ist ja fast unbegrenzt vorhanden.

Okay, jetzt aber genug IT-Geschwafel im Bau-Blog! (Bei Fragen fragen …)


Bauantrag unterschrieben & abgegeben

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EingangsstempelEin kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für uns: Wir haben heute bei THB unseren Bauantrag unterzeichnet – mit gefühlten 375 Unterschriften. Pläne, Erklärungen, Vollmachten, Anträge etc.

Herr Lohmer hat im Anschluss den Antrag gleich nach Strausberg zum Bauamt gebracht, wie auch der Eingangsstempel beweist. Da wir das sogenannte Bauanzeigeverfahren beschreiten (da gibt’s keine Baugenehmigung), sollte der Vorgang in schnellen & wahnwitzigen vier Wochen abgeschlossen sein.

Mit der Bauausführung darf nach Ablauf eines Monats nach Eingang der Bauanzeige bei der Bauaufsichtsbehörde begonnen werden, sofern die Bauaufsichtsbehörde die Bauausführung nicht untersagt oder vorher freigegeben hat. Die Berechtigung zur Bauausführung erlischt nach vier Jahren. Die Berechtigung zur Bauausführung erlischt nicht, wenn das Vorhaben innerhalb der Frist nach Satz 2 begonnen worden und spätestens ein Jahr nach Ablauf der Frist fertig gestellt ist.

In der Theorie kann es also am Montag, den 27. September 2010 losgehen. Bin gespannt, was hier in einem Monat steht.

Wie oben geschrieben, haben wir im Rahmen der Unterschriftsaktion auch diverse Anträge und Vollmachten für die Versorger (Wasser, Abwasser, Strom, etc.) unterschrieben, so dass wir auch hierbei keine Zeit verlieren. THB nimmt uns dabei mit ihrem Bauherrenservice eine ganze Menge Rennerei ab – dafür bin ich auch wirklich dankbar.

Letztendlich haben wir heute auch einen erste Entwurf der Werkplanung bekommen, den wir uns am Wochenende genauer anschauen werden. Jetzt geht der Stress wohl erst richtig los. Gut so!


Der Notar …

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Lesen eigentlich alle Notare so schnell vor? Das ist doch bestimmt eine Spezialisierung während des Studiums, oder?

Wir waren jedenfalls heute beim Notar, um die Grundschuld als Absicherung für unseren Kredit ins Grundbuch eintragen zu lassen. Nun sind die Schulden wenigstens festgeschrieben. Ich hoffe, die Bank gibt sich für den Start der Auszahlung auch mit einer Notarbestätigung zufrieden, sonst sind wir hier auf die Schnelligkeit des Grundbuchamts angewiesen bis wir ans Geld kommen ;-)

Des Weiteren ging heute der Entwurf zum objektbezogenen Lageplan und ein paar weitere Unterlagen an den Vermesser mit Bitte um Finalisierung der ganzen Papiere. Damit ist dann der Bauantrag fast fertig zum Einreichen, zumindest die Unterschrift könnte diese Woche noch erfolgen – vorausgesetzt, es gibt keinen Verzug beim Vermesser.

Mit der Gemeinde habe ich auch telefoniert, nachdem ich ja am vergangenen Freitag einen Antrag auf Verlegung der Grundstückszufahrt gestellt habe: Zu meiner Überraschung war der zuständige Spezialist Herr Leue schon vor Ort und hat sich das Ganze angeschaut und durch den Kopf gehen lassen. Der Bescheid wird positiv ausfallen, ich bin allerdings auf den genauen Wortlaut gespannt – hat er doch ziemlich viel von “Wasser” und “sumpfig” gesprochen, so dass ich aus lauter Verwirrung (oder war’s Ängstlichkeit?) das Haus durch THB gleich nochmal höher setzen ließ. Urgs. Zudem habe ich vergessen zu fragen, ob wir die Verlegung selbst vornehmen dürfen oder ob das (kostenpflichtig?) durch die Gemeinde passieren wird? Manchmal muss ich eben doch noch einen Schritt weiterdenken …


Grundstückseinfahrt verlegen

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LageplanWir haben uns heute wie angekündigt zu einem kurzen Treffen mit unserer Baufirma THB auf unserem Grundstück getroffen. Dabei haben wir auch gleich unseren Bauleiter Herrn Kloß kennengelernt. Das erste “Beschnuppern” verlief durchaus angenehm und lässt Gutes für die weitere Zusammenarbeit ahnen.

Ziel des Treffens war unter anderem das Festlegen von Lage und Höhe des Hauses, das fiel nicht schwer, nachdem wir uns gestern auf dem heimischen Wohnzimmertisch schon Gedanken dazu gemacht haben. Auf Grund des B-Plans müssen wir uns innerhalb des vorgegebenen Baufelds bewegen. Wo das Haus hinkommt, war damit schnell klar. Allerdings hatten wir so unsere Sorgen mit dem Stellplatz für’s Auto, den später unter Umständen auch mal ein Carport schmücken soll. Ursprünglich war die Idee, den Carport nördlich vom Gebäude an der existierenden Zufahrt anzuordnen. Dazu wollten wir das Gebäude etwas einrücken und den Carport 1-2m vor der Hauswand beginnen lassen, damit er bündig mit dem Beginn unserer Terrasse abschließt.

Ein kontrollierender Blick in den Bebauungsplan sagte mir dann aber folgendes:

Auf den Baugrundstücken darf der Bereich von der Grundstücksgrenze entlang öffentlicher Verkehrsflächen bis zur vorderen Gebäudekante der Hauptanlagen nicht mit Nebenanlagen im Sinne von § 14 BauNVO überbaut werden. Dies gilt nicht für Einfriedungen, Wege und Zufahrten, bauliche Anlagen bis zu einer Höhe von 1,00 m sowie bauliche Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird.

Ein Anruf im Bauamt der Gemeinde bestätigte meine Interpretation, dass der Carport nicht “vor” dem Haus beginnen darf. Er muss eine Linie bilden oder dahinter liegen. Nun haben wir ein Eckgrundstück und somit zwei öffentliche Verkehrsflächen, die es zu beachten gilt.

Also habe ich heute bei der Gemeinde formlos eine Verlegung der Zufahrt beantragt, sie soll jetzt auf die südliche Straße wandern (siehe rote Änderungen im Lageplan oben) und uns somit die Möglichkeit der Grenzbebauung mit dem Carport offen lassen. So nutzen wir auch die “tote Ecke” dort etwas besser aus und der nördliche Teil des Grundstück bleibt uns für alle Gestaltungsmöglichkeiten offen.

Ich bin gespannt, wann und wie die Gemeinde reagieren wird.


Amtlicher Lageplan

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Lageplan

Gestern kam ein patent-gefaltetes, großes Stück Papier per Post an – der amtliche Lageplan! Sieht wirklich schön bunt und beeindruckend aus – zumindest, wenn man sowas noch nicht wirklich gesehen hat. Nicht ganz so patentgefaltet war natürlich auch die Rechnung dabei.

Somit hat also der Vermesser ein großes Stück seiner Arbeit getan, der Lageplan ging nicht nur an uns sondern zeitgleich auch an unsere Baufirma THB. Mit denen werden wir uns also morgen früh kurz auf dem Grundstück treffen: Ziel ist zum einen das Kennenlernen des Bauleiters, zum anderen eine Vorortbegehung des zukünftigen Baugrunds. So muss festgelegt werden, wo das Haus innerhalb des durch den Bebauungsplan vorgegebenen Baufeldes stehen soll und wie hoch über dem Grund. Die ein oder andere Frage, zum Beispiel Bauwasser etc., wird es sicherlich auch noch geben.

Nach diesen Festlegungen wird dann das Gebäude in den Lageplan eingezeichnet und nächste Woche sollte dann laut THB auch ein Vorabzug des Bauantrags zur Verfügung stehen.


Widerspruch abgelehnt …

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WiderspruchNicht wirklich überraschend gab es mal wieder Post vom Finanzamt Eberswalde.  Schon vor dem Öffnen wusste ich, was mich erwartet: Unser Widerspruch gegen die Grunderwerbsteuer wurde abgelehnt. Genauer gesagt hat der Bundesfinanzhof das Verfahren, das wir zur Begründung herangezogen haben, beendet und damit ist auch unser Widerspruch unbegründet und wir “müssen” jetzt den Widerspruch entweder neu begründen oder eben zurückziehen. Wir werden letzeres machen.

Das schreibt unter anderem der Bundesfinanzhof zum Urteil:

Die Eigenheimzulage stellte eine staatliche Subvention dar, mit deren Hilfe der Staat ein bestimmtes Verhalten fördern wollte, das ihm aus wirtschafts-, sozial- oder gesellschaftspolitischen Gründen erwünscht erschien. Im Rahmen einer solchen Förderung kommt dem Staat allerdings eine große Gestaltungsfreiheit zu; er kann insbesondere bestimmen, welche Beträge er zur Durchführung der Maßnahme insgesamt bereitstellen will (vgl. BVerfG-Urteil vom 12. Februar 1964  1 BvL 12/62, BVerfGE 17, 210, 216). Es ist ihm deshalb grundsätzlich auch erlaubt, zuvor gewährte Subventionen für die Zukunft zu kürzen oder ganz zu entziehen. Der Gesetzgeber war deshalb nicht gehindert, die Eigenheimzulage aus Haushaltsgründen sowie deshalb zu streichen, weil nach seiner Einschätzung das ursprüngliche Förderziel der Wohnungsbauförderung, eine angemessene Wohnraumversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, inzwischen als erreicht anzusehen sei (vgl. BTDrucks 16/108, S. 3). Eine von den Klägern gerügte Ungleichbehandlung gegenüber denjenigen Familien, die vor der Abschaffung der Eigenheimzulage bezogen auf selbst erworbenen Wohnraum gefördert worden sind, scheidet damit aus.

Naja, Hoffnungen hatte ich ja nicht wirklich (Wer glaubt schon an ein Recht auf Subventionen?) und bezahlt ist ja auch. Aber einen Versuch war’s wert.


Energie sparen mit Smart Metering?

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Schon allein aus beruflichen Gründen bin ich neuen Technologien gegenüber immer ziemlich aufgeschlossen, so habe ich ja hier schon mal die sogenannten Intelligenten Stromzähler oder auch Smart Meter vorgestellt.

Solche Geräte sind bei Neubauten seit Jahresbeginn Pflicht und wir werden bei unserem Neubau wohl auch nicht drumherumkommen. Die Geräte erlauben eine Echtzeitüberwachung des Stromverbrauchs, was wiederum zum sorgsamen Umgang mit der Ressource Energie anregen soll. Schon damals orakelte ich:

Aber was nützt mir der eingesparte Betrag bei den Stromkosten, wenn der Netzbetreiber bei Einsatz von Smart Metering mir dann doch wieder in die Tasche greift – entweder durch hohe Einbaukosten oder eine monatliche “Miete” für das Gerät?

Tja, und nun sieht es so aus als würden die ersten Studien meinen Eindruck bestätigen:

Der Aachener Energieberater Peter Klafka hat eine Summe von 21,50 Euro errechnet, die ein Haushalt im Jahr einsparen kann. Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste in Bad Honnef kommt auf einen Betrag von 9 bis 42 Euro. Die Bonner Bundesnetzagentur kalkuliert mit 12 bis 50 Euro.
Diesem Nutzen stehen allerdings hohe Kosten gegenüber. Den Austausch des Zählers stellen die Versorger laut Deutscher Energie-Agentur einmalig mit 35 bis 100 Euro in Rechnung. Dazu kommt eine jährliche Dienstleistungsgebühr: Sie rangiert je nach Anbieter zwischen 60 Euro für ein Basismodell und 240 Euro für das Komplettangebot. Unter dem Strich legt der Verbraucher also oftmals drauf.

(Quelle)

Idee gut, Umsetzung mangelhaft.


Küche und Vermesser

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Sicht auf BerlinHeute soll angeblich der Vermesser auf unserem Grundstück zugange gewesen sein. Ich kann’s leider nicht bestätigen, befand ich mich doch ca. 35km entfernt im Büro mit Aussicht auf Berlin (siehe Bild). Hier im 23. Stock ist die Sicht zwar so, dass man bei gutem Wetter sogar die Cargolifter-Halle das Tropical Islands sehen kann, aber unser Grundstück sieht man logischerweise nicht.

Ich rechne jetzt allerdings zeitnah mit folgendem: Der Bauantrag kann mit dem amtlichen Lageplan weiter vorbereitet werden, wir werden uns mit der Ausrichtung und Anordnung des Hauses auf dem Grundstück beschäftigen müssen und schlussendlich wird sicherlich bald eine erste Rechnung ins Haus flattern.

Apropops Rechnung:

Vergangenes Wochenende waren wir zum ersten Mal in einem Küchenstudio, um uns eine Erstberatung abzuholen. Der Termin hat knapp 2h gedauert, bringt also Zeit mit, falls ihr selber so etwas vorhabt. Bewaffnet waren wir mit dem Grundriss-Entwurf der Küche (da müssen wir nochmal klären, wie genau die Maße am Ende wirklich sind!) und einer Menge von Farbideen im Kopf meiner Liebsten.

Am Ende sah es auf dem Papier nach mehr Küche aus als ich eigentlich erwartet hätte. Das war wohl auch der Grund, warum ich immer leiser wurde. Ich sehe schon unser veranschlagtes Budget platzen. Zum Glück zeigt sich die Liebste sehr kompromissbereit und zum anderen haben wir unsere Budgetgrenze auch dem Planer verdeutlicht, so dass Mondpreise unnötig wären. Morgen soll es einen ersten Vorschlag geben, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Ich denke mal, da klebt dann auch ein Preisschild dran.

Da werde ich dann wieder ganz ruhig sein ;-)


Man arbeitet so vor sich hin …

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Was gibt’s neues?

Die Arbeiten haben angefangen. So langsam nimmt die Geschichte Fahrt auf.

Finanzierung: Tja, die Bank war augenscheinlich sehr schnell und hat die Grundschuldbestellungsurkunde noch am Montag an den Notar geschickt. Dumm nur, dass wir trotzdem keinen Termin vor dessen Urlaub bekommen haben. Jetzt stockt also die Finanzierungsgeschichte bis zum 23. August, der erste Termin, den wir bekommen konnten. Nun ja, leider nicht zu ändern. Wir könnten zwar einen anderen Notar suchen, aber jener hier hat alle Unterlagen da.

Laut THB will der Vermesser am Dienstag kommender Woche seiner Tätigkeit nachgehen: das Grundstück vermessen. In der Zwischenzeit wird schon fleißig am Bauantrag und den zugehörigen Unterlagen/Zeichnungen gearbeitet. Eventuell gibt’s also einen Entwurf des Antrags zum Ende nächster Woche hin. Zudem gilt es, mit THB ein erstes Treffen auf dem Grundstück zu organisieren, um Einzelheiten zur Platzierung des Hauses im Baufeld sowie die Höhe festzulegen.


Was wird gebaut?

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Nachdem wir am vergangenen Samstag den vertraglichen Grundstein für den Bau unserer Immobilie gelegt haben, wollte ich heute ein paar Infos geben, was denn auf uns zu kommt.

Zur Erinnerung hier mal ein paar Gedanken zu dem Thema, die fast ein halbes Jahr alt sind.

Was ist übrig geblieben?

 

  • (Winkel)Bungalow nach freier Planung mit einem sehr kleinen Winkel und 120m² Wohnfläche (irgendwann gibt’s auch mal einen Grundriss), nicht unterkellert
  • Diele, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, geschlossene Küche mit Terrassentür, Arbeitszimmer, HWR und ein Windfang
  • Außen- und Innenwände aus Poroton T10
  • Abbunddach aus Konstruktionsvollholz, Dachboden nicht ausgebaut aber begehbar (gibt uns etwas Stauraum)
  • Fußbodenheizung in allen Räumen plus Handtuchheizkörper (mit zusätzlicher elektr. Patrone) in beiden Bädern, FBH vorbereitet auf Wärmepumpe
  • Heizung: Gasbrennwerttechnik plus Solarunterstützung für Warmwasser (eine bewusste Entscheidung gegen Wärmepumpen)
  • kein KfW-irgendwas, sondern Standard-EnEV allerdings mit Blower-Door-Dichtigkeit kleiner 1,5/h (Standard bei Häusern ohne KWL: 3/h)
  • Schornstein/Kaminvorbereitung
  • diverse Erweiterungen an der Elektroinstallation, u.a. LAN-Verkabelung und Einbauleuchten im Terrassendach

Wie man sieht, es wird ein ganz normales Haus, bei dem sich alles auf einer Etage abspielen wird. Keine Villa, eher etwas Bodenständiges. Im doppelten Sinne, hoffe ich.

Ausgehend von den ursprünglichen 120-130m², mit denen wir mal ins Rennen gegangen sind, bleiben wir also am unteren Ende der Wohnflächenskala. Arbeitszimmer und HWR sind ziemlich klein und ich bin mir sicher, dass wir uns in der Bauphase noch fragen werden, ob das die richtige Entscheidung war. Aber schließlich will jeder zusätzliche Quadratmeter auch bezahlt werden und nicht zuletzt unterliegt unser Grundstück durch den Bebauungsplan einer Grundflächenzahl von GRZ = 0,2.

Eigenleistungen durch uns werden sich bei diesem Bau in Grenzen halten, das ist eine Frage des handwerklichen Könnens aber auch der Zeit sowie der anschließenden Gewährleistung. Nach Hausübergabe muss eigentlich “nur noch” gemalert und der Teppich verlegt werden – das ist zumindest der Plan aus heutiger Sicht.


Geht ja schon gut los …

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Ich habe den Vermesser beauftragt, das war ja erstmal problemlos. Ich hoffe, da geht’s dann schnell voran.

Das zweite war ein Telefonat mit dem Notar zwecks Eintragung der Grundschuld. Die Grundschuldbestellungsurkunde ist natürlich noch nicht da, habe ich aber faktisch einen Arbeitstag später auch nicht wirklich erwartet.

Dumm nur, dass der Notar dann erstmal bis 23. August in Urlaub ist. Mal sehen, ob die Bank das mit der Urkunde beschleunigen kann aber knapp ist das zeitlich allemal.


Es kann losgehen!

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Dort wird unterschrieben ...

Wir haben unterschrieben!

Gestern war es nach langen, zähen und für beide Seiten kräftezehrenden Verhandlungen endlich soweit, dass wir den Vertrag mit THB für den Bau unseres Hauses unterzeichnet haben.

Scheint so als wäre ich nicht gerade der einfachste Kunde. Na gut, das habe ich aber auch vorher gewusst. Es gab eben immer wieder etwas, dass ich gerne geändert haben wollte und THB ist auch deutlich gesprächsbereit – nur irgendwann muss man auch mal Nägel mit Köpfen machen. Es waren diverse Unterschriften zu leisten: Bauleistungsbeschreibung, VOB-Bestätigung, Planungsvertrag, Bauvertrag und alles in mehrfacher Ausführung. Danke jedenfalls an Herrn Lohmer für seine Geduld ;-)

Jedenfalls sind wir jetzt bereit für die nächste Phase des Projekts Hausbau. Damit die ganze Geschichte nicht an fehlenden Finanzen scheitert, haben wir am Donnerstag auch den notwendigen Kreditvertrag unterschrieben und hoffen jetzt auf eine entsprechend schnelle Bearbeitung durch die Bank. (Notiz an mich selbst: wieder Lotto spielen!)

Wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt, sollte einem Einzug Anfang 2011 nichts im Wege stehen. Erste Aktivitäten starten schon morgen, ich werde den Vermesser beauftragen.

Aber heute ist nochmal zurücklehnen angesagt. Genießt das Wochenende!

Und demnächst wird die Artikelfrequenz auf diesem Blog sicherlich zunehmen …