Eine Sanitärbemusterungsgeschichte …

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Es ist ja nicht so, dass ich es nicht ahnte.

Ganz im Gegenteil: Die zahlreichen Berichte in anderen Baublogs haben mich entsprechend auf unsere gestrige Sanitärbemusterung eingestimmt.

Aber fangen wir mal vorne an: Wir haben letzte Woche wie angekündigt die ersten Gewerke bemustert und es waren immer gute, nette und interessante Gespräche. In der Regel läuft das so ab, dass man gesagt/gezeigt bekommt, welche Standardausstattung im Preis inklusive ist und welche Dinge man aufpreispflichtig zusätzlich oder anstatt verwenden kann. Bei den meisten Gewerken kann man das auch irgendwie nachvollziehen: Wenn der Elektriker eben X Euro für eine Steckdose oder der Dachdecker soundsoviel Euro für einen alternativen Ziegel haben will, dann ist das halbwegs transparent. Und man kann sich genau überlegen, ob es einem das Geld wert ist oder nicht. Bei den Sanitärausstattungen bekommt man allerdings sehr schnell den Eindruck, dass eine schwer nachvollziehbare Preisfindung die Grundlage der Verkaufskultur bildet.

Für Gas/Wasser/Heizung/Sanitär ist bei unserem Bauvorhaben jedenfalls die Firma GeoSolar verantwortlich, die von THB damit beauftragt wurde. Bei GeoSolar hatten wir auch letzte Woche ein Erstgespräch (durchaus nett und informativ), bei dem man uns zumindest den Standard im Bereich Waschbecken und Armaturen zeigen konnte. Alles, was darüber hinausgeht, schaut man sich beim Großhändler Bär & Ollenroth an – diese schicken dann eine Liste mit ausgewählten Artikeln an GeoSolar, die wiederum über THB mit Preisen versehen schlussendlich irgendwann beim Bauherren landet. So gestaltet sich nun mal die Zusammenarbeit mit einem GU/.

Wir waren gestern in Bernau beim Sanitär-Bär und es lief irgendwie nicht so gut. Das hat mehrere Gründe:

Zum einen ist bei einer Entscheidung pro/contra zumindest bei uns der Preis immer ein ausschlaggebender Faktor. Nur im Großhandel stehen keine Preise dran. Da muss man also erst den Verkäufer fragen, der einem auch bereitwillig die Listenpreise nennt (Vorsicht, das sind in der Regel Nettopreise ohne Märchensteuer!). Das macht man bei allen Dingen, die einem gefallen könnten. Und das sind in einer großen Badausstellung sicherlich nicht wenig.

Zum anderen haben diese Preise für mich als Endkunden so gut wie keine Aussagekraft: Ich weiß nicht, welche Konditionen der Sanitärinstallateur bekommt, ich kenne die Preise der Standardausstattung nicht und ob ein Gegenrechnen überhaupt sinnvoll wäre und ich kann nicht einschätzen, welcher zusätzlicher Arbeitsaufwand (z.B. Unterputz- statt Aufputzarmatur) einzuplanen ist. Eigentlich weiß man gar nichts. Optisch konnte ich persönlich nicht einmal große Qualitätsunterschiede feststellen.

Unter diesen Voraussetzungen ergibt ein “Shoppingausflug” keinerlei Sinn! Zudem sind die Preise für mich nicht nachvollziehbar. Warum zwischen der Standardbadewanne 170x75 und einem Modell, das uns gefiel ein Faktor 10 (!!!!) liegt, geht mir nicht in den Kopp. Und nein, kein Whirlpool, keine Besonderheiten.

Die Krönung waren vermutlich die Duschabtrennungen, die in den meisten Hausbauverträgen nicht inklusive sind. Zwei Duschen, zwei Abtrennungen: 2900 EUR netto. Und nein, es ist kein Saphirglas.

Solche Preise schlagen auf die Laune, besonders bei Nette. Sie hatte schon nach kurzer Zeit absolut gar keine Lust mehr.

Am Ende stand da was von über 5200 EUR netto auf dem Papier und das unter der Voraussetzung, dass wir im Gäste-WC im Wesentlichen beim Standard bleiben. Im eigentlichen Bad fehlten noch komplett die Armaturen, weil wir uns nicht auf einen Waschtisch einigen konnten und diese dazu passen sollen. Waschtische unter 1000 EUR gab’s da augenscheinlich gar nicht.

Nun könnte der Pragmatiker in mir ja mit dem Hinweis kommen: Lass uns in den nächsten Baumarkt gehen und uns dort etwas aussuchen. Aber hier wird’s jetzt spannend: GeoSolar hat uns schon angekündigt, dass sie “aus Gewährleistungsgründen” durch den Bauherren gestelltes Material in der Regel nicht anschließen.

Ich glaube, Sanitär wird noch extrem lustig. Nicht.

Wir hatten also gestern den ersten richtigen Frustmoment beim Projekt Hausbau.

Da fällt mir gerade noch etwas ein: die Heizungsanlage soll von Brötje kommen, im Vertrag stehen allerdings Junkers, Vaillant oder Viessmann. Naja, ich bin ja generell bei Änderungen gesprächsbereit, warte aber nun schon eine knappe Woche auf die angeforderten Datenblätter der zu verbauenden Anlagentechnik.


News vom Schornsteinfeger

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Ich habe es wirklich geschafft: Am vergangenen Freitag habe ich einen Termin bei unserem zuständigen Bezirksschornsteinfeger wahrgenommen. Es war ein kurzweiliges und nettes Gespräch und wir sind gemeinsam die Pläne durchgegangen.

Es gab nur eine Handvoll Anmerkungen:

  • Die Revisionsklappe des Schornsteins muss gedreht werden, sonst hat der gute Mann bei seiner Arbeit zu wenig Platz. Das Schlafzimmer mit seiner wahrscheinlich hellen Auslegware ist jetzt nicht so super geeignet, aber mit einer entsprechenden Abdeckung gibt es wohl auch nicht zuviel Dreck. Wir werden es sehen.
  • Fliesen im Wohnbereich, wo auch der Kaminofen stehen wird, haben ihn aus Brandschutzsicht erfreut.
  • Schornsteinhöhe erscheint auf den Plänen stimmig.
  • In der Ausführungsplanung sind keine Tritte zwischen Dachausstiegsfenster und Schornstein eingezeichnet. Wir sind aber beide zuversichtlich, dass sie am Ende dort sein werden, wo sie hingehören (Notiz an mich selbst!).
  • Unser Wunsch-Kaminofen Nibe Contura 560K passt leistungstechnisch gut in den Raum. Bei zu großer Ofenleistung hätte man ansonsten zusätzliche Maßnahmen wie zum Beispiel das Kürzen der Zimmertür in Betracht ziehen müssen.
  • Da es kein raumluftunabhängiger Kaminofen ist und wir eine Dunstabzugshaube besitzen werden, darf letztere nur funktionieren, wenn genügend Zuluft garantiert ist oder der Ofen gerade nicht heizt. Wir werden das Problem vermutlich mit einem Magnetschalter am Küchenfenster angehen, so dass die Haube nur bei geöffnetem Fenster funktioniert. Muss ich aber noch mit Elektriker und dem Fensterbauer abklären. Die Alternativen wie Temperatur- oder Unterdrucksensor bzw. Umluft- statt Ablufthaube sind für mich nicht sonderlich attraktiv. Genau wie ein wirklich raumluftunabhängiger Kamin. Teilweise scheiden die Optionen schon aus Kostengründen aus.
  • Der Schornsteinfeger nimmt den Schornstein auch im Rohbau (also unverputzt) ab. Zumindest hier in Brandenburg, keine Ahnung, wie’s woanders aussieht. Danach kommt er noch zur Abnahme der Gasheizung sowie zur Abnahme des Kaminofens vor Inbetriebnahme.
  • Unser Schornstein von Wienerberger hat auch die Möglichkeit, dem Ofen Frischluft zuzuführen. Wollte ich so haben. Augen rollendes Smiley
    Neben zwei verschiedenen Kaminbauern war der Schornsteinfeger nun der Dritte im Bunde, der nichts von dieser Variante der Frischluftzufuhr hält. Es sieht also ganz danach aus, dass wir das Feature am Ende gar nicht nutzen und den Ofen konservativ und raumluftabhängig betreiben werden.

Morgen geht’s derweil zum Elektriker und zu einem Badberatungstermin bei Bär & Ollenroth. Zu letzteren habe ich schon sehr durchwachsene Meinungen gehört, vor allen Dingen weil das ein Großhändler ist und man dort als Endkunde keine Preise genannt bekommt. Direktes Feedback bei einem Wunschobjekt a la “Passt ins Budget, passt nicht ins Budget!” hätte ich allerdings schon gern.

Als letzte Handlung für heute habe ich gerade noch eine Mail mit ein paar Fragen an THB geschickt. Kurzes Feedback zu dem gestern bekannt gewordenen Problem(chen) gab es schon heute (Sonntag!). Das nenne ich mal eine Reaktionszeit! Zwinkerndes Smiley Respekt!


Baustopp?

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Untere Bauaufsichtsbehörde MOL

Heute kam etwas überraschend Post von der Unteren Bauaufsichtsbehörde MOL. Man weist uns auf folgendes hin:

Die Einhaltung der festgelegten Grundfläche und Höhenlage ist der Bauaufsichtsbehörde binnen zwei Wochen nach Baubeginn durch eine Einmessung nachzuweisen.

Falls das nicht bis zum 5. November erfolgt, wird die Behörde einen Baustopp verfügen. Klingt ja nicht so  lustig.

Natürlich haben wir nicht einfach irgendwie losgebaut, der Vermesser war da und hat ein Schnurgerüst und zwei Höhenpunkte erstellt. Der zugehörige Absteckriss liegt mir vor.

Vermutlich hätte dieser auch der Bauaufsichtsbehörde zur Verfügung gestellt werden müssen. Der Vermesser schreibt in seinem Brief dazu folgendes:

Bitte informieren Sie uns nach Fertigstellung der Bodenplatte, so dass wir die Gebäudeeinmessung zeitnah vornehmen können. Danach erhalten Sie von uns die Einmessbescheinigung zur Vorlage beim Bauordnungsamt, ob das Gebäude nach Lage und Höhe korrekt errichtet wird.

Sind schon verwirrend, diese unterschiedlichen Fristen. Nun ja, die Bodenplatte ist fertig, der Vermesser kann also seinen Dienst tun. Wobei ich immer dachte, dass die finale Einmessung an der ersten Steinreihe erfolgt. Aber das ist wohl nicht zwingend und es gibt ja auch genügend Bauweisen, bei denen es gar keine “erste Steinreihe” gibt.

Ich werde am Montag mal ein bissel rumtelefonieren, wie wir die Kuh vom Eis bekommen. Kann ja nun keine Wissenschaft sein …


Ein Katzenfreund …

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Katze auf Bodenplatte… bin ich ja nicht gerade. Ich bin eher so der Hundetyp. Oder Schafe oder so.

Aber Katzen?

Nee, danke.

Da reagiere ich im doppelten Sinne allergisch. Und seit dieser Woche habe ich noch einen Grund mehr dazu.Noppenbahn

Links seht ihr ein Bild unserer fertig gegossenen Bodenplatte und lustige Abdrücke eben dort. Schon bei den Vorarbeiten ist ein kleines schwarzes Etwas immer um die Baustelle getigert. Und es sieht so aus, als wollte sie die Tragfähigkeit des Betons kurz nach dem Gießen testen. Nun ja, Schaden kann man das ja nicht gerade nennen Zwinkerndes Smiley

StahlAber zurück zum eigentlichen Thema: die allererste Bauphase ist jetzt abgeschlossen und unsere Bodenplatte liegt im Märkischen Sand.

Das Ganze ist schon am Montag passiert, da war hier noch herrliches Bauwetter mit strahlendem Sonnenschein. Davon ist mittlerweile nichts mehr übrig, wie man auch an den gestrigen Fotos der fertigen Bodenplatte sehen kann.

Die drei Jungs vom Rohbauer kamen kurz vorm Mittag und haben dann ziemlich rangeklotzt, damit bis 17 Uhr zur Noch mehr StahlAnlieferung des Betons alles fertig ist. Wir sind nicht bis ganz zum Schluss geblieben, der Sonnenschein hatte nämlich leider keine positiven Auswirkungen auf die Außentemperatur.

Der Prüfstatiker kam auch pünktlich vorbei und hat einen Blick auf Stahl & Co. geworfen, um im Anschluss seine Freigabe zu erteilen. Jetzt ist allerdings erstmal ein bissel Pause auf der Baustelle.

Die fertige BodenplatteLaut Planung geht es erst ab 26.10. mit dem Mauerwerk weiter. Das ist übrigens nach dem Urlaub gleichzeitig auch mein erster Arbeitstag: Ich musste die ursprüngliche Urlaubswoche um einen Tag verlängern, da zwei wichtige Termine nur noch auf den Montag geschoben werden konnten.

Ansonsten haben wir schon eine Reihe von Bemusterungsterminen hinter uns gebracht: Sanitär, Fenster und Dachdecker. Bisher alles sehr nette Kontakte, ein paar Mehrleistungen zeichnen sich schon am Horizont ab. Falls wir nochmal ein Haus bauen werden, weiß ich schon, was gleich mit in die Bauleistungsbeschreibung kommt Zwinkerndes Smiley

Aber zum Thema Bemusterung wird es sicherlich noch Folgebeiträge geben.


Es darf gekocht werden!

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Wir haben heute sozusagen “den Sack zugemacht”! Soll heißen, wir haben nach (mir) endlos scheinenden Küchenentwürfen den Küchenkauf mit Handschlag besiegelt. Wir haben uns übrigens am Ende auf Grund der guten Beratung für ein kleines Küchenstudio entschieden, aber auch größere Ketten und die allgegenwärtigen Möbelhäuser (inklusive IKEA) haben wir uns angeschaut.

Nette ist jedenfalls zufrieden, also bin ich es auch Smiley mit geöffnetem Mund

Küchenansicht von obenBis zur Lieferung werden ja noch ein paar Monate ins Land gehen, aber Finetuning ist wohl kaum noch nötig, aber wenn uns dann doch noch etwas einfällt, dann haben wir zumindest noch Zeit dafür. Das ist gerade jetzt, wo es viele Entscheidungen am Stück zu fällen gilt, ein beruhigendes Gefühl.

Die Bilder anbei spiegeln nicht die letzte farbliche Aufteilung der Fronten wider, aber man bekommt einen ganz guten Eindruck. Wie man sehen kann, hat das Küchenfenster in der Grafik auch noch keinen Kämpfer (dieses feststehende, untere Element), das werden wir aber morgen gleich beim Fensterbauer klären.Küchenansicht links

Die zu verbauende Technik habe allerdings ich ausgesucht, irgendwas muss ja auch für mich übrig bleiben. Ganz klar wollten wir ein 80cm-Induktionskochfeld und einen pyrolytischen Ofen (der reinigt sich auf Anforderung selbst). Bei der Kühlschrankgröße machen wir leichte Abstriche zum jetzigen Gerät, allerdings nur im immer seltener genutzten Tiefkühlbereich. Am Ende unterstützen wir mit Herd, Geschirrspüler, Haube, Ofen und Kühlschrank meinen 50%-Arbeitgeber und nehmen alle Geräte von Siemens.

Insgesamt haben wir die Prämisse gehabt, dass die Küche nicht so extrem hoch gebaut wird. Wir haben zwar mit über 2,60m eine vernünftige Raumhöhe, aber ich finde, dass hohe Schränke einen Raum sehr schnell erdrücken können – das wollten wir halbwegs vermeiden.

Küchenansicht rechts

Wie auf den Bildern ersichtlich, wird es natürlich auch eine Dunstabzugshaube geben und da wir Abluft und nicht Umluft wollen, muss auch ein entsprechender Mauerkasten her (nee, keine Dachentlüftung!).

Unsere Wahl fiel relativ schnell auf den Naber CompAir Flow Star, ein sich selbstverschließender Mauerkasten, der nur bei Benutzung der Abzugshaube offen ist und das alles ohne Motor. Da kann dann auch nichts klappern wie bei entsprechenden Rückstauklappen der billigeren Modelle. Geöffnet wird das Ding durch den Luftdruck, der durch die Haube aufgebaut wird.

Hier nochmal ein Video, wie das Ganze dann funktionieren soll. Ich bin gespannt, wie’s dann bei uns wird!


Durchschnittliche EFH-Baukosten in Deutschland

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Baukosten_in_DeutschlandIch habe neulich eine relativ interessante Grafik zum Thema Baukosten für Einfamilienhäuser in Deutschland gefunden. Der Wert ist EUR je Quadratmeter Wohnfläche angegeben und bezieht zugehörige Grundstückskosten nicht mit ein. (Quelle)

Man kann deutlich erkennen, dass es ein schönes Nord/Süd-Gefälle gibt und dass es zum Beispiel bei den Baukosten in Berlin und Brandenburg kaum Unterschiede gibt. Die absoluten Kosten für Immobilien sind allerdings deutlich unterschiedlich, denn die Grundstückspreise in Berlin liegen schnell beim Mehrfachen unseres Bodenrichtwertes hier am östlichen Rande von Berlin (ca. 65 EUR/m²).

In der Quelle kann man auch lesen, dass sich die durchschnittliche Wohngröße pro Haus auch erheblich unterscheidet:

Noch größer sind die Baukosten-Unterschiede in den Ländern, so LBS Research, wenn man auf den Gesamtaufwand für ein Eigenheim schaut. Denn Bayern ist nicht nur Spitzenreiter bei den Quadratmeterkosten, sondern liegt auch bei der genehmigten Wohnfläche im Einfamilienhaus mit 155 Quadratmetern im bundesweiten Vergleich fast vorn (nur hinter dem Saarland mit 157 Quadratmetern). Deshalb belaufen sich im südlichen Freistaat die Baukosten im Schnitt auf 246.000 Euro. Das ist fast doppelt so viel wie im Nordosten der Bundesrepublik, in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Eigenheime mit 114 Quadratmetern im Ländervergleich am flächensparendsten geplant werden und deshalb im Schnitt nur 124.000 Euro kosten. Immerhin in 11 von 16 Bundesländern liegen nach Auskunft der LBS-Experten die Kosten für Einfamilienhäuser unter 180.000 Euro, darunter auch in Hamburg und Nordrhein-Westfalen.

Leider werden keine Angaben darüber gemacht, was in diesem Preis alles inkludiert ist. Wenn wir nämlich den Quadratmeter-Preis von Brandenburg mal mit den durchschnittlichen 120 Quadratmetern multiplizieren, kommt man auf eine Summe, die man so nur in einschlägigen Zeitungsannoncen findet. Wenn man aber dann ins Detail geht, sieht man, was alles noch fehlt (Baunebenkosten sind in der Zahl jedenfalls nicht drin).

Meine Meinung: Man kann diese Zahlen als eine allererste Daumenschätzung herannehmen, wenn man über ein Haus nachdenkt. Das ist aber auch alles. In der Regel wird man sich eben nicht mit der Mindestausstattung zufrieden geben (können) und diese notwendigen Mehrpreise (ob gerechtfertigt oder nicht) werden schnell unterschlagen.

Und seid euch sicher: Man wird etwas vergessen, selbst bei der besten Finanzplanung im Vorfeld wird das passieren. Zumindest beim ersten Haus Zwinkerndes Smiley


Menschliche Bedürfnisse …

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Ein Dixi wartet auf Besucher!… wollen befriedigt werden. Das trifft auch auf sehr, sehr grundlegende Bedürfnisse zu.

Zum Glück sind wir hier im Gebiet nicht die einzige Baustelle, so dass sich die Bauarbeiter in dieser Woche und in dieser Hinsicht nicht wirklich unterversorgt fühlten. Aber es ist doch gut zu wissen, dass es nun ein “eigenes” Dixi-Klo für unsere Baustelle gibt – auch wenn sich das Ding auf der Auffahrt des (zum Glück noch nicht verkauften) Nachbargrundstücks befindet.

Ansonsten ist bis heute Mittag nichts weiter passiert und ich denke, das wird sich am Nachmittag auch nicht großartig verändert haben. Schließlich ist ja heute Freitag (TGIF) und das meine ich nicht einmal negativ – habe ich doch nun eine Woche Urlaub!

Dafür war ich bei EWEtel, die mir offenbart haben, dass sie zumindest DSL6000 anlegen könnten. Und überraschenderweise kostet der Hausanschluss bei denen nichts. Werde ich im Rahmen der Gasanbindung dann wohl mitmachen lassen und kann mich ja dann immer noch zwischen Telekom (die wollen mindestens 350 EUR!) und EWE entscheiden.

Den Wasserwerken habe ich auch einen Besuch abgestattet und mir ein Standrohr gemietet. Das liefert dann Bauwasser, wenn benötigt. Nur eins habe ich wieder vergessen: Der Schornsteinfeger. Grrr.

Hast Du Kopf wie Sieb, musst Du aufschreiben.


Das Fundament wurde gegossen!

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Leerrohre vor dem VerlegenGestern konnte ich nicht auf der Baustelle vorbeischauen, dafür habe ich es heute wieder geschafft.

Das ist der Stand der Dinge: Die Grasnarbe wurde abgefahren und die Erdarbeiten sind beendet. Der Graben für das Fundament wurde gestern begonnen und heute vormittag beendet. Unschön war, dass das Schnurgerüst heute früh kaputt war (zum Glück nur die Schnur) und dass wohl Hund und Herrchen unser Grundstück gestern abend unsicher gemacht haben. Da waren sogar (menschliche) Fußspuren im Graben! Augen rollendes Smiley Noch mehr Rohre ...Das ist wohl der Nachteil, wenn man keine Einfriedung keinen Zaun hat. Das müssen wir mal beobachten, es scheint so, dass wir gerade eine beliebte Gassi-Geh-Strecke bebauen.

Heute nachmittag kamen dann die Rohbauer und haben die Vorbereitungen für das Streifenfundament getroffen. Primär ging es wohl darum, die ganzen Leerrohre an den richtigen Stellen einzulassen. Kurze Zeit später kam dann auch der Beton und die Pumpe und es hat wirklich keine Stunde gedauert, bis zwei komplette Mischerladungen gleichmäßig im Graben verteilt waren. Respekt an die Leute, die den Beton Beton im Anflugbestellt haben: Da ist nichts übrig geblieben und beide LKWs waren komplett leer. Für mich als Laien ist schon erstaunlich, wieviel Volumen in einen solchen Graben passt …

Die Arbeiter haben natürlich auch den Fundamenterder (Ist nicht gleich Ringerder, oder?) verlegt und auch meine angelieferten Blitzschutzfahnen an den vier Hausecken angeschlossen. Ob wir wirklich mal eine Blitzschutzanlage installieren werden, steht in den Sternen, denn unser Bungalow wird in der nahen Nachbarschaft nicht die höchste Erhebung sein. Aber 40 EUR für die Fahnen sind sicherlich nicht fehlinvestiert.

Was fällt noch auf?

Der zukünftige EingangDer “Oh Gott, ist das winzig!”-Effekt hat schon eingesetzt. Ich bin ja noch halbwegs immun aber Kindermund tut bekanntlich Wahrheit kund: “Das soll euer Haus sein? Soooooooooooo klein???” Da bin ich ja mal gespannt, was erst passiert, wenn das Mauerwerk steht.

Betonen möchte ich auch, dass die bisherigen Jungs vor Ort durch die Bank sehr freundlich und kommunikativ waren und ein netter Small Talk immer willkommen schien. Jede Frage wurde beantwortet und für einen Kaffee war auch immer Zeit Zwinkerndes Smiley.

Fundamenterder und BlitzschutzfahneOb es morgen weiter geht, kann ich allerdings gerade nicht mit Sicherheit sagen. Aber da ich gleich früh sowieso nochmal kurz unterwegs bin, werde ich einen Abstecher zum Grundstück machen und mich überraschen lassen. Der nächste bautechnische Schritt ist jedenfalls die Bodenplatte.

Heute habe ich dann auch noch einen Termin mit dem Dachdecker ausgemacht. Dann fiel mir noch ein, dass ich auch mal mit dem Schornsteinfeger ein Schwätzchen halten wollte. So wie es aussieht, wird meine kommende Urlaubswoche jedenfalls nicht langweilig.

Wo wir gerade bei “Schwätzchen” sind: Ein erstes selbiges mit einem meiner zahlreichen, zukünftigen Nachbarn habe ich auch getätigt. Dabei gab es für beide Seiten Neues zu entdecken: Er wusste nichts von wasserdurchlässigen Wegen, Zitat B-Plan:

In den Baugebieten ist die Befestigung der Wege, Zufahrten und Stellplätze nur in wasser- und luftdurchlässigem Aufbau zulässig. Auch Wasser- und Luftdurchlässigkeit wesentlich mindernde Befestigungen wie Betonunterbau, Fugenverguß, Asphaltierungen und Betonierungen sind unzulässig.

Blick von WestenWas das genau für die Umsetzung (z.B. einer gepflasterten Auffahrt) bedeutet, ist mir auch noch nicht klar. Ich wiederum habe gelernt, dass im Baugebiet wohl nicht mehr als DSL2000 (oder war es doch 3000?) möglich ist.

Das wird hart.

Ganz hart.

Werde wohl doch mal bei EWEtel vorbeifahren und fragen, ob die eine angemessenere Bandbreite liefern könnten. Die Leitung soll angeblich in der Straße liegen.


Bemusterungstermine

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Ich habe spontan für nächste Woche Urlaub eingereicht (und auch extrem schnell genehmigt bekommen), damit wir ein paar Termine am Stück abarbeiten können. Zudem sind hier gerade Herbstferien, da können wir vielleicht auch nochmal einen Tag ins Schwapp. Natürlich nicht ganz uneigennützig, so kommt vermutlich der Dachdecker aus Fürstenwalde (ist aber noch nicht final entschieden) und man könnte beide “Termine” irgendwie miteinander verbinden. *hust*

Am Montag geht’s dann gleich nochmal in das erste  Küchenstudio: deren finales Angebot liegt vor, das noch ein paar Fragen offen lässt und auch der Preis entspricht nicht unseren Vorstellungen.

Dienstag geht’s dann zu den Bemusterungen für Fenster und auch Grundausstattung Sanitär. “Grundausstattung” deshalb, weil ich erstmal den Standard verstehen will, bevor ich mich um aufpreispflichtige Elemente kümmere. Aber sicherlich wird’s dann in der gleichen Woche noch einen vollständigen Bad-Beratungstermin geben.

Übrig bleiben für die erste Bemusterungsrunde also noch Dachdecker wie oben geschrieben und Elektro. Wir haben zwar relativ großzügig im Vorfeld die Anzahl von Steckdosen etc. pro Zimmer festgelegt aber die Anordnung im Raum und die Auswahl der Schalterserien/Lampen ist noch offen. Zudem sind mir jetzt schon mindestens zwei Änderungen bewusst, die ich mit dem Elektriker diskutieren muss.

Heute morgen (bzw. mitten in der Nacht für einen Büromenschen mit Gleitzeit) klingelte schon das Telefon und der Rohbauer hat sich für morgen angekündigt. Da muss ich also auf die Baustelle, denn ich habe noch die Edelstahl-Blitzschutzfahnen im Auto, die mit verbaut werden sollen.


Der erste Spatenstich …

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Der erste Spatenstich… wurde faktisch von einem ziemlich großen Bagger ausgeführt.

Und im Bild links seht ihr genau diese Aktion im heutigen, morgigen Nebel mitten in Ostbrandenburg. Irgendwie ist es ein gutes Gefühl, dass es nun schlussendlich los geht!

Zwei Leute der Erdbaufirma, jeder mit einem Bagger “bewaffnet”, haben nach kurzer Einweisung und Ortsbegehung fleißig losgelegt. Wir hatten uns zuvor mit Herrn Lohmer als Vertreter von THB Hausbau und unserem Sachverständigen Herrn Kleyer zur “Bauanlaufbesprechung” getroffen. Ein Bagger im Nebel(Heißt das so? In meiner Branche würde man das Kick-off nennen! Zwinkerndes Smiley)

Wie man auf dem Bild gestern sehen konnte, ist das Grundstück ca. 1,20m hoch komplett bewachsen. Deswegen haben wir uns heute noch kurzfristig entschieden, dass die Erdbauer gleich alles einmal abkratzen sollen – das könnte uns später eine Menge Arbeit ersparen. Des Weiteren haben die Jungs gleich die neue Einfahrt vorbereitet und wie wir heute nachmittag sehen konnten, auch schon mit Recycling aufgefüllt.

Apropos Nachmittag: Hier steht das künftige HausNette und ich haben die frühabendliche Sonne genutzt und nochmal einen Abstecher zum Grundstück gemacht. Ich kann mich nicht beschweren, da ist schon am ersten Tag eine Menge passiert. Aber das hat man uns ja prophezeit, dass die ersten Schritte schnell gehen und man fast stündlich Fortschritte sehen kann.

Auf dem linken Bild könnt ihr sehen, wo ungefähr das Häuschen mal stehen wird. Man hat augenscheinlich auch schon begonnen, wieder mit Kies aufzufüllen. Auf dem hinteren Teil des Grundstücks liegen momentan zwei ziemlich beeindruckende Sandberge. Die Erdbauer sind dabei sehr sorgfältig vorgegangen, Zuviel Sand ...der linke enthält die ganze unerwünschte Vegetation und wird noch abgefahren. Der andere ist der noch gut brauchbare Mutterboden, den wir später zum Auffüllen verwenden werden.

Was gab es sonst so?

 

Uns ist aufgefallen, dass die hintere Grundstücksgrenze nicht gekennzeichnet ist. Eigentlich sollten dort Holzpflöcke stecken, um die Ecken zu markieren. Da werde ich wohl nochmal den Vermesser anrufen müssen, vielleicht kann der da noch was machen. Zur Einmessung des Hauses muss er ja sowieso nochmal auf’s Grundstück.

Zudem habe ich mir neulich spontan einen kleinen Fotoapparat gekauft, denn der Bauherr (und vor allen Dingen auch die Bauherrin!) will ja ein paar Bilder machen. Und ich habe keine Lust, immer die schwere EOS herumzuschleppen. Also musste etwas kleines her. Die Entscheidung fiel auf eine Panasonic Lumix FS30, die Bilder oben sind das Ergebnis.

Fazit: Empfehlenswert und Preis/Leistung-Verhältnis stimmig!


Baustart!

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Der Bagger ist schon da ...Ja, morgen soll es nun offiziell losgehen, wir treffen uns früh auf der Baustelle zur kurzen Besprechung und dann kann der Erdbauer hoffentlich für den Rest der Woche sein Werk beginnen.

Eine schlechte Nachricht gibt es allerdings: EON.edis bzw. die autorisierten Partnerunternehmen schaffen es wohl nicht, den Baustrom rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Spätestens bei der Bodenplatte/Rohbau brauchen die Jungs nun mal Strom und die beauftragte Fachfirma kann augenscheinlich frühestens am 4.11. schalten.

Das passt natürlich nicht zum Plan! Wenn wir nicht anderweitig übergangsweise zu Strom kommen (was ich mir schwer vorstelle), will der Rohbauer mit einem Stromaggregat die Zeit überbrücken. Kostet natürlich Sprit. Aber Verzug ist bekanntlich keine Option, hehe.

Drückt uns mal zwecks Wetter die Daumen, Mitte Oktober ist ja nicht der beste Termin, um mit einem Hausbau zu starten.


Bemusterung muss geplant werden

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Ich hatte ja gestern den vorläufigen Bauzeitenplan von unserer Baufirma THB bekommen. Teil der Informationen waren auch Termine, bis wann wir Bemusterungen für bestimmte Gewerke hinter uns gebracht haben müssen.

Ich bin mir wirklich noch nicht sicher, ob ich mich darauf freuen soll oder nicht Zwinkerndes Smiley

Bis Ende des Monats müssen wir mindestens noch Details zum Thema Elektro, Fenster/Haustür sowie Dacheindeckung abklären. Ein Glück, dass ich meinen Jahresurlaub 2010 bisher weitestgehend aufgespart habe …


Bauzeitenplan

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Wir haben jetzt den Bauzeitenplan vorliegen, dieser dient natürlich nur der Orientierung – außergewöhnliche Katastrophen, Tornados und andere Wetterkapriolen sind hier nicht berücksichtigt. Ich werde ihn aber mal oben in der Leiste verlinken und dann schauen wir mal am Ende, wie weit Planung und Realität in unserem Projekt voneinander abgewichen sind. Warum auch immer …

Gewerk Termin (ab …)
Erdarbeiten 11.10.2010
Bodenplatte 15.10.2010
Mauerwerk 26.10.2010
Ringanker 2.11.2010
Zimmererarbeiten 5.11.2010
Richtfest sag ich nicht
Dacheindeckung 15.11.2010
Fenstereinbau 15.11.2010
Elektro Rohinstallation 19.11.2010
Innenputz 22.11.2010
Außenputz wetterabhängig
Heizung/Sanitär Rohinstallation 29.11.2010
Estrich 10.12.2010
Heizung (Anheizen) 17.12.2010
Trockenbau 13.12.2010
Fliesen 17.1.2011
Innentüren 7.2.2011
Übergabe Haus 25.2.2011

 

Ein paar kleinere Dinge habe ich mir in der Aufzählung geschenkt, trotz allem ist es zum Teil ein recht sportlicher Plan.


Ausführungsplanung abgesegnet

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Jetzt kann man nur hoffen, dass uns nichts wesentliches durch die sprichwörtlichen Lappen gegangen ist: Ich habe heute abend die Ausführungsplanung gegengezeichnet und damit unser Okay signalisiert. Wenn sich da jetzt noch Fehler drin sind, dann heißt es erstmal: Dumm gelaufen, denn das geht jetzt als Grundlage an die ausführenden Handwerker.

Jetzt liegt hier also eine Menge Papier vor mir und so langsam aber sicher kann man sich das Häuschen schon bildlich vorstellen.

Mir ist noch nicht ganz klar, ob es nun nächste Woche wirklich mit den Erdarbeiten losgeht oder nicht – aber keine Absage ist ja vermutlich ein gutes Zeichen?!?


Kaminofen – endlose Auswahl!

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Im Rahmen der Ausführungsplanung sind wir auch nochmal auf das Thema Kamin respektive Schornstein zu sprechen gekommen. Im Idealfall sollten wir beim Mauern des Schornsteins schon angeben, in welcher Höhe das Ofenrohr später mal sitzen wird. Nun kann man auf Nummer sicher gehen und es hoch genug ansiedeln oder man macht sich mal in die Spur und schaut sich reale Modelle und ihre Maße an.

Die Hersteller sind zahlreich, die Anzahl der Modelle schier unendlich. Eigentlich hat ein Kaminofen nicht die höchste Priorität für uns, den könnte man ja auch später “nachrüsten”. Erstmal schauen, wieviel Geld da am Ende noch übrig ist, denn genauso zahlreich wie die Modelle der Hersteller so groß ist auch die Preisspanne – und nach oben gibt es wie fast immer keine Grenzen.

Hat jemand Empfehlungen zum Thema Kaminofen? Oder auch empfehlenswerte Händler im Raum Berlin/Brandenburg – und trotzdem bezahlbar?

Die Baumärkte klammern wir mal aus, das, was ich dort sehen konnte, hat mich bisher nicht überzeugt.