Herzlichen Glückwunsch …

… dem Besitzer des u.g. Eckgrundstücks. Da hat wieder ein (potentieller) Petershagener Bürger gelernt: Wer viel fragt, bekommt auch viel (unerwünschte) Antwort.

Habe ich ja auch schon gelernt. Enttäuschtes Smiley

Statt Bungalow Villenartiges gewünscht

Mit elf Ja- und fünf Nein-Stimmen bei einer Enthaltung haben die Gemeindevertreter die Zustimmung gegeben, dass für acht Flurstücke im Bereich Triftstraße/Gravenhainstraße ein vereinfachtes Änderungsverfahren des Bebauungsplanes eingeleitet wird.

Zuvor war darüber heftig debattiert worden. Denn Ziel der Verwaltung ist es, dort den Bau von Zweigeschossern zwingend festzusetzen. In der Begründung heißt es, dass es eine Bauvoranfrage zur Errichtung eines Bungalows als Musterhaus auf dem Eckgrundstück Eggersdorfer Straße/Gravenhainstraße gibt. Doch diese eingeschossige Bauweise füge sich nicht in die Umgebung ein. Deshalb soll diese Vorgabe nun mit der Änderung des Bebauungsplanes festgezurrt werden.

Dafür gab es Kritik unter anderem von Gemeindevertreter Andreas Lüders (CDU/FDP/PEBB). "Da kauft jemand ein Grundstück und will einen Bungalow errichten, das ist nicht gewollt, also ändern wir den Bebauungsplan. Eine Sicherheit für Bauwillige kann ich da nicht mehr erkennen", kritisierte er. Fraktionskollege Uwe Bendel sah das ähnlich und klagte mangelnde Rechtssicherheit für Bauwillige ein.

Heiko Krause (CDU/FDP/PEBB) wollte wissen, was unter den erwähnten Stadtvillen zu verstehen sei. Laut Bauamtsleiter Ulrich Daut ist damit nicht gemeint, dass überall in der Gemeinde mehrgeschossige, freistehende Wohnhäuser errichtet werden sollen. Sondern nur dort, wo sie städtebaulich prägend sind, beispielsweise an der Eggersdorfer Straße. Außerdem hätten sich die Ansprüche seit Inkrafttreten des Bebauungsplanes geändert. Es gebe mehrere Nachfragen nach solchen Gebäuden.

Burkhard Paulat (fraktionslos) hielt es für "ganz normal, dass man alte Bebauungspläne neuen Bedingungen anpasst. Wir haben uns immer wieder bei früheren Diskussionen darauf verständigt, dass wir in diesem Bereich mehrgeschossige Gebäude haben wollen", sagte er. Die Änderung des Bebauungsplanes sei eine logische Folge, das Ganze auf rechtlich sichere Füße zu stellen.

Harald Gansel (Linke) wollte wissen, ob der Bürger, der an der Ecke Gravenhain-/Eggersdorfer Straße einen Bungalow errichten will, dies nun darf? Daut dazu: "Es liegt für dieses spezielle Baugrundstück weder eine Baugenehmigung vor noch ein verbindlicher Vorbescheid."

(Quelle MOZ, siehe auch das Amtsblatt)

Hätte man gleich einen Bauantrag gestellt, wäre der wahrscheinlich noch durchgegangen. Aber jetzt?

1 Kommentare:

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